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Neue Wege zu besserer Gesundheit

imagesDie Obipektin AG, Bischofszell, hat zusammen mit dem Veterinär Ernst-August Niemack ein Ergänzungsfutter für landwirtschaftliche Nutztiere entwickelt, das aus pflanzlichen Rohstoffen in Lebensmittelqualität besteht.

bischofszell. «Ausgewogene Ernährung mag heute abgedroschen klingen. Tatsache ist jedoch, dass ein hoher Anteil von Krankheiten auf ernährungsbedingte Fehler zurückzuführen ist», sagt Ernst-August Niemack. «Gerade auch bei Tieren wird gesunde Ernährung mit Blick auf die restriktiven Arzneimittelabgaben immer wichtiger.» Das neu entwickelte Ergänzungsfuttermittel heisst Frumixan-feed. Es ist ein natürlicher «Früchtecocktail» und besteht aus vielen sekundären Pflanzenstoffen wie beispielsweise Quellstoffen, Kohlehydraten, Pflanzenrohfasern sowie Antioxydantien. Aus der menschlichen Ernährung ist die positive Wirkung dieser Bestandteile auf die Gesundheit, insbesondere auf die Verdauung, bekannt.

Wohlbefinden gesteigert

Tierärzte und Bauern haben festgestellt, dass bei paralleler Abgabe von Antibiotika und Frumixan-feed weniger Antibiotika verabreicht werden müssen. Bei konsequenter Verfütterung zur Vorsorge hat sich herausgestellt, dass die Verlustquote, das heisst Ausfälle durch Krankheit, um mehr als 60 Prozent gesenkt werden konnte. Wie es natürlichen Mitteln eigen ist, werden sie vom Körper gut aufgenommen. Frumixan-feed ist ungefährlich für Mensch, Tier und Umwelt, da es sich aus natürlichen Bestandteilen der Pflanzenwelt zusammensetzt. «Frumixan-feed und weitere natürliche Ergänzungsfuttermittel helfen, landwirtschaftliche Nutztiere auf natürlichem Weg gesund zu erhalten», sagt Niemack. Er und Ernst Miller kennen sich seit Jahren. Niemack ist ein erfahrener Veterinär und Miller Geschäftsführer der Obipektin AG, Bischofszell, die sich auf dem Gebiet von Frucht- und Gemüsepulvern sowie gelierenden Pflanzenstoffen einen Namen gemacht hat. Die Idee zur Entwicklung eines natürlichen Ergänzungsfuttermittels für Tiere entstand, als Antibiotika in die Negativschlagzeilen kam wegen der Resistenzbildung, die sich auch auf Menschen übertrug.

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Wie Miller erklärt, haben sie sechs Jahre gebraucht, um Frumixan-feed zur Marktreife zu bringen. «Eine lange Reihe von Versuchen hat gezeigt, dass die auf Ausnutzung der Natur basierenden Rohstoffe die Gesundheit fördern.» Niemack betont, dass auf diesem Weg manche zur Gesunderhaltung scheinbar notwendigen tierfremden Zusatzstoffe überflüssig werden. Wer einen Blick auf die grünen Weideflächen wirft, wo vor wenigen Jahren noch kräuterreiche Wiesen das Auge erfreuten, ahnt, warum heute Ergänzungsfutter an Bedeutung gewinnt. Die natürlichen Reizelemente wie Bitter- und Würzstoffe sind mehrheitlich von den Wiesen verschwunden. Auch den mit allen Raffinessen aufgearbeiteten Futtermitteln fehlen sie in der Regel. Diese für die Ernährung scheinbar «zweitrangigen» Stoffe sind in den Rezepturen nicht enthalten, weil sie keinen Nährstoffcharakter haben. Hier setzt das Ergänzungsfutter den Hebel an: Die fehlenden Komponenten werden zusammengestellt und gezielt den entsprechenden Futtermitteln wieder zugefügt.pd